Hämorrhoiden Ursachen

Warum Hämorrhoiden?

Das Hämorridalleiden kann sich während der Pubertät und Schwangerschaften entwickeln, und nach Kurzem von selbst wieder verschwinden. Im Altersbereich ab 45 Jahren entwickelt sich die Krankheit üblicherweise nicht wieder von selbst zurück. In Deutschland werden jährlich etwa 3,5 Millionen Fälle behandelt. Es muss sich also niemand deswegen schämen. Im Gegenteil: Die Krankheit wird sich im Lauf der Zeit stetig verschlimmern. Je eher das Leiden diagnostiziert wird, desto geringer ist der Aufwand der Behandlung.

Wann spricht man von Hämoriden?

Das Hämorridalleiden besteht dadurch, dass sich die angeborenen, gesunden Hämorrhoiden in ungesunder Art vergrößern. Das kann durch fehlerhafte Defäkation entstehen, oder im Alter ab der dritten Lebensdekade durch erbliche Veranlagung bedingt sein. Die Ursache ist in beiden Fällen dasselbe. Die Hämorrhoiden sind Schwellkörper, die den Mastdarm vom After abgrenzen. Diese Schwellkörper vergrößern sich bei Blutzufuhr und verschließen somit den Durchgang. Durch die Darmaktivität und Stuhldrang werden die zuständigen Muskeln angesteuert, die Blutzufuhr zu reduzieren, die Schwellkörper werden verkleinert und das kontrollierte Abführen des Stuhls wird ermöglicht. Bei erkrankten Hämorrhoiden ist der Schwellkörper vergrößert oder/und die stabilisierenden Sehnen sind überdehnt. Somit werden die erschlafften Hämorrhoiden bei der Darmentleerung nicht zur Seite gedrängt, sondern Richtung After gedrückt. Im Extremfall können die Schwellkörper aus dem Körper austreten.

Hämorrhoiden Behandlung

Welche Hämorrhoiden Symptome treten auf?

Der hämorridale Symptomkomplex ist in allen Fällen sehr ähnlich, jedoch nicht eindeutig charakteristisch für ein Hämorridalleiden. Neben hellroter, analer Blutung werden anales Nässen, Juckreize und/oder ein Brennen bemerkt, das aufgrund oberflächlicher Hauteinrisse entsteht. Das Stadium der vergrößerten Hämorrhoiden lässt sich in vier Stufen nach dem Klassifizierungssystem von „John Cedric Goligher“ einteilen. Bei Hämorrhoiden 1. Grades sind von außen keine Auffälligkeiten sichtbar. Die Knotenbildung beginnt innerhalb des Darms. In diesem Stadium können bereits hellrote Blutungen auftreten, jedoch sind die Hämorrhoiden noch vollkommen heilbar. Es ist möglich dass, asymptomale Hämorrhoiden bei endoskopischen Befunden unbemerkt bleiben. Beim Krankheitsstadium 2. Grades werden die Schwellkörper beim Pressen bereits in den Analkanal gedrückt. Sie ziehen sich selbstständig wieder zurück. Hierbei wird vermehrt Schleim gebildet, der den Juckreiz auslöst. Darüber hinaus entstehen in diesem Stadium Analfissuren. Diese Einrisse der Oberhaut verursachen das beklagte Brennen. Die Hämorrhoiden werden sich nicht wieder von selbst heilen. Beim Hämorridalleiden 3. Grades fallen ein oder mehrere Knoten beim Pressen aus dem After heraus. Sie ziehen sich zwar nicht von selbst zurück, können jedoch wieder zurückgeschoben werden. Es kann zu starken Blutungen und Einklemmungen kommen. Im Endstadium können die Schwellkörper auch nicht mehr von Hand in den After gedrückt werden. Diesen Zustand nennt man Analprolaps. Dauerhafte Schmerzen und ein Druckgefühl im Analkanal sind weitere Symptome.

Welche Hämorrhoiden Behandlung ist sinnvoll?

Die Behandlungsmöglichkeiten sind dank moderner, medizinischer Möglichkeiten zunehmend patientenfreundlich. Die Art der Behandlung richtet sich nach dem Grad der Erkrankung. Prinzipiell kann der Allgemeinarzt, Chirurg, Hautarzt, Gynäkologe, Urologe oder Proktologe eine Diagnose durchführen. Proktologen sind die Spezialisten für den Enddarm. Die Kosten werden von gesetzlichen Kassen übernommen. Neben Ernährungsberatungen und Hygienemaßnahmen werden semioperative und chirurgische Eingriffe durchgeführt. Während der ersten beiden Stadien wird zunächst versucht, durch ambulante Schritte einen operativen Eingriff zu vermeiden oder um Jahrzehnte zu verzögern. Neben der Verödung wird häufig die Gummibandigatur eingesetzt. Bei ersterer Methode wird durch eine Injektion eine Entzündung provoziert. Hierdurch wird der Blutfluss gehemmt und die Hämorrhoiden schrumpfen. Beim Einsatz des Gummibandes wird ein Knoten vom Blutkreislauf abgeschnürt. Er wird innerhalb zweier Wochen absterben und ausgeschieden werden.

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